Sizilien Oktober 2024

Wieder mal planen wir eine Rucksackwanderung mit Petra und Marcus. An Sizilien und den Süden Italiens haben wir von früheren (Rad-) Touren schöne Erinnerungen. Es ist auch noch warm im Süden – mit Sicherheit. Und es gibt viele Orte, die uns ganz besonders locken. Palermo, Castellamare, der Zingaro, Erice, Trapani und Favignana. Warum? Dazu dann unten mehr. Unsere Tour soll von Palermo nach Trapani an der Nordküste Siziliens entlang führen.

Tag 1: Palermo (2. Oktober, 3,2 km, 0:54 h)

Motto: Noch mal städtisches Flair genießen.
Wir sind nach Palermo geflogen und haben vor, mit Wanderschuhen und Rucksack über die Insel zu wandern. Natürlich nicht über die ganze Insel, denn Sizilien ist recht groß. Auf dem Weg von Palermo nach Trapani erwarten wir eher karges Hinterland – das große Nichts – und viele Kilometer am Meer.

Heute abend aber atmen wir den morbiden Charme von Palermo. Wir waren vor 25 Jahren mal hier und können uns an Verfall, Schmutz und verlassene Baustellen erinnern. Damals war der Einfluss der Mafia überall spürbar.
Die Zeiten seit nun vorbei. Die Stadt und das Gemeinwesen blühen heute und beseitigen die Sünden der „bleiernen Zeit“ – als die historische Substanz heruntergewirtschaftet wurde, um letztlich alles abzureißen und „unter Freunden“ mit gegenseitigen Gefälligkeiten und viel Schmiergeld neu zu bauen.
Unterwegs werden wir einigen Haftanstalten begegnen. Sie sehen einheitlich aus, rund wie eine Festung, und man sagt uns, dass darin die Mafiosi eingesperrt sind. Ein schönes Bild, aber vielleicht doch nur ein Märchen.

Die erhaltenen normannischen und barocken Gebäude der Altstadt stehen auch heute noch vielfach leer, werden nur Schritt für Schritt restauriert. Aber die Stadt lebt, und wir können uns einen schönen Abend machen.
Morgen früh geht‘s über die Berge.

Tag 2: Von Palermo nach Montelepre (3. Oktober, 18,5 km, 4:23 h, 680 Hm)

Motto: Hier kennt nicht mal komoot den Weg.
Am ersten richtigen Wandertag gehen wir gleich ins Hinterland. Wie zu erwarten, ist alles recht karg, wild und menschenleer. Was wir nicht erwartet hatten: sehr bergig, schroff, von tiefen Tälern zerfurcht. Komoot kommt hier an seine Grenzen und zeigt Wege, die vielleicht vor vielen Jahren mal gangbar waren, oder die es nie gegeben hat. Also komoot phantasiert schon mal einfach, wo ein Weg lang gehen könnte. (Aber wenn man sich den Weg selbst sucht, macht man‘s ja auch nicht anders.) Wir müssen auf Knien durch Brombeergestrüpp (mit Rucksack!). Blut und Löcher im T-Shirt inklusive.

Begonnen hat der Tag mit einem Frühstück im Straßencafe in Palermo. Weil das Lyzeum gleich um die Ecke ist, strömen hunderte Schülerinnen an uns vorbei. Alle schwarzgelockt, wie vom Film. Göttliches Frühstück!

Dann fahren wir mit dem Bus ein paar km und Hm aus der Stadt raus und vertrauen uns kühn komoots Planung an. Was wir sehen – genau so wollten wir’s auch haben – eine Landschaft, so archaisch wie früher. Kein Terrain für Touristen.

Es geht immer nach oben, oben, oben, einen Kamm entlang, dann auf der Nordseite des Gebirges wieder abwärts. Richtung Golfo di Castellamare. Unser Ziel heute ist Montelepre. Auf der Karte sieht es aus wie ein einsames Bergdörfchen. Tatsächlich gibt es viel Besiedlung. Darunter unser Hotel, das aussieht wie eine Burg. Wir haben ein 4er Zimmer, also eigentlich ein Lager mit 4 einfachen Betten. Aber das sind wir aus den Bergen gewohnt und finden’s sogar recht immer heimelig.
Der Tag war erstaunlich anstrengend. Vermutlich, weil wir uns noch eingehen müssen. Ab morgen wirds besser – es geht bergab ans Meer.

Der Blick ist schon leicht getrübt. Es ist anstrengend!

Tag 3: Von Montelepre nach Trappeto (4. Oktober, 15 km, 3:05 h, 430 Hm abwärts)

Motto: Die Mühen der Berge liegen hinter uns, vor uns die Freuden der Ebene.
So oder so ähnlich hat uns das B.B. versprochen. Heute steigen wir aus dem Bergstädtchen Montelepre ab in die Felder und Gärten des Partinico, und zuletzt kommen wir am Meer an. Wonne! Sonne! Viva Italia!

Komoot spielt mit uns die bekannten Scherze. Zeigt einen Weg, auf dem Bauarbeiter aufgeregt gestikulieren: Unpassierbar! Bei anderer Gelegenheit müssen wir privaten Grund und Boden durcheilen, samt Hunden (gottseidank im Zwinger – aber wirklich alle??) und Toren oben und unten. Man muss schon den eigenen Kopf benutzen. Im übrigen gehen wir heute überwiegend auf Asphalt. Aber der Weg ist ganz schön. Überhaupt Hunde. Es bellt und kläfft aus jedem Grundstück und wir sind froh, dass die Bestien eingesperrt sind.

In Trappeto haben wir eine bescheidene FoWo gemietet, sehr preiswert. Das ist auch so eine Erfahrung: Bisher ist das Leben hier alles andere als teuer, egal ob Übernachtung, Café oder Restaurant abends.

So nun Dolce Vita, Eis, Cocktails, Trauben. In den nächsten Tagen wird es am Meer entlang weitergehen.

Unsere Hotel-Burg
Montelepre auf den Hügeln hinter uns
Die letzten Schritte und:
Angekommen am Meer!

Tag 4 Von Trappeto nach Castellamare (5. Oktober, 20,1 km, 4:13 h, 130 Hm)

Motto: Rechts Meer und links Bahnstrecke. Da sind die italienischen Kollegen ja gnadenlos. Zwischen Neapel und Trapani wird die Bahn möglichst dicht am Meer gebaut. Da ist es schön eben, im Hinterland dagegen: Berge. Heute führt der Weg immer am Gleis entlang, fast durchgehend auf Straßen. Die Ausnahmen am Strand sind zwar schwer zu gehen, aber wie erfrischend und doch warm ist das Wasser! Ohne Schuhe natürlich.

Jetzt freuen wir uns auf Castellamare del Golfo. Ein mediterraner Ort, an den wir bester Erinnerungen haben. Mal sehen, wie es nach einem Viertel Jahrhundert (oh, shocking!) aussieht.

Die ganze Reise auf 1 Schild

Tag 5: Castellamare del Golfo (6. Oktober, 2 km, 0:31 h)

Motto: Schirmchen – heute mal Urlaub gemacht. Ok, ein paar km mehr sind nicht aufgezeichnet.

Die Aufmerksamkeit bitte auf die beiden Bilder aus dem Hafen: Das erste ist aus dem Jahr 1999. Hanne anlässlich einer Umrundung der Insel mit dem Rad. Das Bild stand über die Jahre vor unseren Augen und war der Grund, hier nochmal tief ins Leben einzutauchen. Das zweite ist von heute.

Der Ort hat sich ganz schön verändert. Aber noch ist auf Sizilien vieles ursprünglich, roh, unperfekt. Von vielen Völkerschaften beeinflusst. Süditalien insgesamt lohnt eine Reise per Rad oder per pedes. So ab Neapel südwärts.
Natürlich sind einzelne Orte wie Castellamare schon sehr touristisch, und wir sitzen auch nicht bei der Mama am Küchentisch. Vielleicht kommt das in den nächsten Tagen noch ..

1999
2026

Tag 6 Castellammare del Golfo nach Scopello (7. Oktober, 10,8 km, 280 Hm)

Eine kurze Etappe, aber was für ein heißer Tag! Heute ist es so, wie wir Sizilien erwarten. Heiß, trocken, staubig, stachlig. Das wunderbare Meer mit unwahrscheinlichen Farben. Glasklar. Eine Einladung zum Schwimmen!

In Scopello erwartet uns ein Hof mit Cafés, der wohl früher mal durchziehenden Händlern und ihren Karawanen eine Bleibe bot.
Wir wohnen einem klassischen Hotel, das auch eine gute Kulisse für die Filme mit Sophia Loren und Marcello Mastroianni abgegeben hätte. Samt der feinen Signora am Empfang, die sich zwar kaum noch bewegen kann, aber zu dieser Zeit wohl auch schon am Empfang sass. Das Hotel mit feiner Ausstattung der 50er Jahre. Alles archaisch und sehr schön!

Morgen wartet allerdings schon die Hammer-Etappe durch die Berge des Zingaro Nationalparks.

Tag 7 Von Scopello nach San Vito lo Capo (8. Oktober, 24,8 km, 800Hm)

Von Castellamare schiebt sich eine bergige Halbinsel nach Norden. Scopello ist der letzte Ort, dann beginnt der Zingaro Nationalpark. Hier gibt es keine Ortschaften und nicht mal Colaautomaten. Da heißt es: durchziehen!

Wir haben uns den Luxus einer kleinen zusätzlichen Passüberschreitung geleistet. Eigentlich der Bilder wegen, aber auch, weil wir halt Berge mögen. So war es zuletzt ein bisschen anstrengend.
Heute ist es sehr windig, 7 Bft. Gottseidank kam der Wind von hinten.

Lustig ist die Entstehung des Zingaro Schutzgebiets. Man baute und baut in Süditalien ja gern Straßen und Brücken. Da wanderte viel öffentliches Geld in private Schatullen. Das Projekt einer Schnellstrasse von Castellamare nach San Vito scheiterte jedoch am Widerstand der Bevölkerung. Am Beginn des Zingaro war sogar schon ein Tunnel gebaut, dann wurde alles abgeblasen und die Finanzierung gestoppt. Dann wurde gleich mal zur Sicherheit ein Nationalparkt draus gemacht. Wir sagen: Geht doch mit dem Naturschutz!

Der Park ist nicht sooo spektakulär. Es gibt schöne, karge Berge bis 1000 m, eine tolle felsige Küste, relativ gut gepflegte Wege, überall stachlige Pflanzen.

Maurische Wehrtürme nahe Scopello
Eingang zum Nationalpark
Ziemlich gebirgig!
Unten liegt schon San Vito
Schon mal ein Ausblick auf die nächsten Tage

Tag 8 Lento in San Vito (9. Oktober, 8,4 km, 40 Hm

Lento – steht italienich für träge. Es ist fast ein bisschen peinlich: Heute ist unser Ruhetag. In San Vito lo Capo. Es gibt erstaunlich viele Urlauber hier, obwohl – hier ist gar nix los! Die Highlights sind: Zingaro Nationalpark (da waren wir gestern), der Leuchtturm (geschlossen) und die Kirche Santuario di San Vito Martire. Gegründet als Wallfahrtskirche, umgebaut zur Festung zum Schutz der Pilger, dann wieder Kirche. Ganz nett.

Sonst: Strand (durchorganisiert – endlos Schirmchen und Eisbuden, Gaststätten von Proll bis Snob. Wir haben uns einen kleinen Strand ausgesucht, an dem die Locals baden. Viele Kinder, sehr italienisch.

Auf einem alten Bunker. Das kriegerische färbt ab
Im Fischereibetrieb
Kirche Santuario di San Vito Martire

Tag 9 Von San Vito Lo Capo nach Cornino (10. Oktober, 19,6 km, 190 Hm)

Motto: Heiss und staubig: 27 grd

Auf dem Weg von San Vito nach Cornino kommen wir schnell in eine Ebene, in der das Dorf Makari liegt. An einem der Berghänge wütet ein Waldbrand. Die ganze Gegend riecht nach Rauch.

Es ist sehr schwül, obwohl wir immer das Meer neben uns haben. Das Wasser ist sehr sauber und hat schöne Farben. Allerdings gibt es kaum Zugang zum Wasser. Die Küste ist schroff und felsig.

Später führt unser Weg um den Monte Cofanu herum durch ein Naturreservat. In den Naturparks sind die Wege immer schön und gepflegt. Es gibt auf dem Weg ein paar uralte arabisch-normannische Wachtürme, eine kleine Kapelle, ein paar Höhlen, aber sonst nichts, worüber man berichten könnte.
Und so – schwupps kommen wir zügig an unser Ziel.

Am Ufer zieht sich ein Felsenriegel entlang, an dem einige Seilschaften unterwegs sind
Heiß und staubig
Monte Cofane schon in Sicht
Testgelände für Marsmissionen
Nicht selten gibt es Waldbrände
Ein seltener schattiger Rastplatz

Uralter Wachturm

Im Reservat am Monte Cofane
Am Ziel: Cornino
Unser nettes Hotel. Die Besitzerin ist aus England in ihre Heimat zurückgekehrt. Sizilien wird erneuert!

Tag 10 Von Cornino nach Erice (11. Oktober, 14 km, 760 Hm)

Heute dreht sich alles um Erice. Der Ort liegt absolut einzigartig auf einem 750m hohen Berg, der sich steil aus der Ebene am Meer erhebt. So ein Platz war natürlich seit Urzeiten Siedlung, Festung, Fluchtort, Die Stadt wurde immer wieder umgebaut. Gestern abend schon, der Berg war in Wolken eingehüllt, thronte die Stadt im Licht.

Heute geht es zunächst 8 km am Meer entlang. Dann beginnt der Aufstieg auf 750m, der sich aber als leichter und kurzweiliger erwies als erwartet. Oben ist es tatsächlich kühler als am Meer. Theoretisch 7,5 grad. Wir werden gut schlafen.

Unser Hotel ist sehr stilvoll, alt, liebevoll gemacht und gepflegt. Am Tresen sitzen zwei Damen, die wohl genau so sind, wie das Hotel.

Wir gehen eine Weile im Ort umher. Die Gässchen sind winklig und schmal. Alles wirkt sehr archaisch. Keine Neubauten. Um Erice und die Festung zieht sich eine völlig intakte Stadtmauer, unter der es steil bergab geht. Der Ort kann natürlich nicht wachsen. Das moderne Erice entwickelt sich unten, auf Meereshöhe. Unser Hotel bietet einen atemraubenden Blick über die Bucht, die wir heute abgewandert sind.

Gestern Abend: Erice leuchtet auf der Bergeshöhe
Erice vor uns

In der Rückschau: Monte Cofane
Und aufwärts – von 0 auf 750 m
Vor dem Tor
Unser ehrwürdiges Hotel
Blick voraus auf Trapani, die westliche Ecke Siziliens und Ziel unserer Tour

Tag 11 Von Erice nach Trapani (12. Oktober, 16,2 km, 770 HM abwärts)

Grande Finale! Von Erice (auf 750m) abgesteigen bis auf Meereshöhe. Die Stadt Trapani, die Westspitze Sizilien liegt immer ausgebreitet unter uns – ein ganz toller Anblick.

Erice muss nachts wieder in den Wolken gesteckt haben, denn es ist recht frisch. Die Wäsche und die Schuhe auf dem Balkon sind ganz nass von Tau. Trocknen aber rasch in der Morgensonne.

Unten im Tiefland dann wieder brütende Hitze mit ca. 27 grd. Wir gehen direkt zum Strand und genießen erst mal 3h Strandleben. Nach solchen Anstrengungen in der Hitze kann man jederzeit und unter allen Umständen schlafen.
Dann geht es am Ufer entlang an den recht hässlichen Außenbezirken vorbei in Richtung Altstadt. Hier nun ist es schön, morbid und eng wie in allen Altstädten in italienischen Süden. Ja und dann sind wir am Ziel. Die Wanderung von Palermo nach Trapani ist am Ende angekommen. Eigentlich möchte man gar nicht aufhören zu laufen.

Trapani ist schon schön, sehr unterschiedlich zu unseren Orten im Norden, lärmend, weit weg von Perfektion. Dazu kommt die Nachbarschaft mit den schwarzen Kontinent, der sich auch in der Bevölkerung abzeichnet. Wir stellen immer wieder fest, dass Sizilien eine Welt für sich ist. Der Norden ist ganz anders als der griechisch geprägte Süden, der „italienische Osten“ anders als der dunkle Westen der Insel. Alles ist sehr einfach, karg, rauh. Gefällt uns.

Tag 12 Favignana und die Mattanza (13. Oktober, 3,8 km)

Warnung: Heute am Sonntag gibt’s eine lange Geschichte, viele Bilder, aber nur eine kurze Tour!

Angefixt durch das Buch „Mattanza“ (lesenswert!) unternehmen wir einen Ausflug auf die Trapani vorgelagerte Insel Favignana – bekannt durch den Thunfischfang, der bis in die 60er Jahre der Haupt- oder einzige Erwerbszweig für die Bevölkerung war. Noch heute wird einem die Geschichte sehr plastisch vor Augen geführt.

Wir fahren also mit einem sehr schnellen Schnellboot von Trapani rüber. Es sind erstaunlich viele Touristen unterwegs, aber – nur wenige besuchen die alte Thunfischfabrik, genannt Tonnara. Das ist genau unser Ziel. Die Fabrik ist ziemlich groß und perfekt restauriert. Es gibt viele Boote, Netze, Fangzeugs, Kessel, Fischbüchsen usw. zu sehen. Außerdem eine Ausstellung über eine bedeutende Seeschlacht während der Punischen Kriege zwischen Rom und Karthago. Es müssen viele der Galeeren gesunken sein, denn es liegen viele bronzene Rammsporne im Museum, die von den Schiffen übrig geblieben sind. Die sehen alle gleich aus: In Rom gab es schon effektive Serienproduktion, ebenso in Karthago!

Aber zurück zum Thunfischfang. Die Mattanza (italienisch „Abschlachten“) ist eine uralte Fangmethode, die bis in die 60er Jahre in großem Umfang, und in Resten wohl bis heute betrieben wird. Sie forderte den ganzen Mann! Hier wird nicht gegendert. Die Frauen – und den Rest des Jahres auch die Männer – waren in der Fabrik beschäftigt. Oder mit Bau und Reparatur der Boote, der Netze usw. Das Leben auf der Insel war zu 100% vom Thunfischfang bestimmt.

Die Fangmengen waren ganz erstaunlich: Allein in der Saison 1859 wurden 10.159 Thune gefangen und in Büchsen verarbeitet. Der Thun ist kein kleiner Fisch! So 2-3 m lang werden die schon mal. Dick und rund sind sie auch.

Warum sie gerade vor Favignana gefangen werden, kann man bei Interesse nebst weiteren Details zur Mattanza nachlesen: Favignana Mattanza – Trapani e Provincia – hotel, agriturismo, casa-vacanze, B & B, affittacamere, campeggi

Der Thunfischfang gehörte der Familie Florio. Die besaß auf Favignana einen Palazzo (neben vielen weiteren Besitztümern, Fabriken usw.). Den Palazzo Florio besichtigen wir natürlich auch. Da gibt’s wieder eigene Geschichten von Yachten, Autorennen, schönen Menschen mit viel Freizeit, von Frauen in tollen Kleidern und mehr.

Die Schwarz/Weiss Bilder sind abfotografiert. Hoffentlich beschwert sich keiner.

Was uns heute besonders gefallen hat, und was uns auch zu diesem Bericht inspiriert: Man liest das, sieht das und meint, das sei erst gestern passiert! Alles ist noch so nahe, die Landschaft und das Meer sind noch unverändert. Auf Sizilien ist die alte Zeit noch nicht lange her. Dann kam die dunkle Zeit der Mafia, die auch wieder jeden echten Fortschritt verhindert hat. Und erst seit – sagen wir 30-40 Jahren werden die Verwerfungen beseitigt, gleicht sich die Provinz an das moderne Italien an, wird moderne Infrastruktur gebaut (Wasser, Abwasser!, Funknetz), kommen die Touristen.

Das ist schön zu sehen! Favignana hat uns sehr beeindruckt.
Und damit hat unsere Tour auch ihr Ende gefunden. Am nächsten Tag besteigen wir den Bus und fahren die ganze Wanderstrecke wieder zurück. Noch eine letzte Übernachtung nahe am Aeroporto. Und heim in den Norden.

Die Thunfischfabrik. Oben auf dem Berg das alte Kastell.
Die Stangen zum Stellen der Netze
Fresco an der Wand der Gefängnisses von Favignana (darin Terroristen ? Mafiosi?)
Im Palazzo Florio

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